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Maltesische Küche

Bitte zu Tisch!

Bitte zu Tisch!

Vorspeisen:

Maltesische Vorspeise ist vor allem die Minestra, eine Suppe mit Gemüse der Saison. Am traditionellsten ist dabei die Witwensuppe oder tal-Armal, die aus sehr fein geschnittenem weissen und grünen Gemüse zubereitet und mit Ġbejna, einem frischen Ziegenkäse, serviert wird.
Nur in ausgewählten Restaurants werden Sie die Aljotta, eine Fischsuppe mit Knoblauch, Paprika, Tomaten, Majoranreis sowie mit etwas gehackter Petersilie, finden.

Hauptgerichte:

In Malta ist das Kaninchen, das hier Fenek genannt wird, das Nationalgericht. Es ist sogar Namensgeber für eine beliebte Abendveranstaltung, die Fenkata, bei der sich eine Freundesgruppe zum Kaninchenessen trifft. Eine Fenkata ist also eine einfache und ungezwungene Weise, mit Freunden einen Abend zu verbringen. Gewöhnlich wird das Kaninchen gebacken und dann für mehrere Stunden in Rotwein, Tomaten und Knoblauch geköchelt. Das Kaninchen wird mit Pommes Frites oder Kartoffeln und Salat serviert. Einige Dorfbars sind für ihre hervorragenden Kaninchen berühmt.

Eine weitere Spezialität ist der Bragjoli, eine dünne Rindsroulade, die mit Brot, Speck, harten Eiern und köstlichen Gewürzen gefüllt und dann mit Rotwein gebraten wird.

Wenn Sie Vegetarier sind oder eine Beilage zu Ihrem Hauptgericht möchten, dann ist die Kapunata, die maltesische Ratatouille, wie gemacht für Sie.
Vergessen Sie bei den vielen Gemüsearten nicht die Garabali, eine Zucchiniart, die besonders köstlich ist, wenn sie mit gehacktem Rindfleisch und Petersilie gefüllt und dann gebacken oder auch als Cremesuppe zubereitet wird.

Es gibt auch die Ravjul, eine Art Raviolis. Während viele Menschen heute bereits fertig zubereitete Raviolis kaufen, werden sie in vielen Bars noch hausgemacht. Gewöhnlich werden Sie mit Ricotta und frischer Petersilie oder auch mit Hackfleisch gefüllt und dann mit einer Tomatensauce mit Sellerie, Basilikum und frisch geriebenem Parmesan verzehrt.

Timpana sind im Ofen gekochte Makkaroni, die mit etwas gehacktem Rindfleisch und teilweise auch mit harten Eiern gefüllt werden. Dieses Mittagessen tut dem Magen gut und ist auf dem Land besonders beliebt.

Und abschliessend noch das beliebteste Gericht im Herbst, die torta tal-Lampuki, die aus dem Fisch der Jahreszeit, nämlich Lampuka (Goldbrassen) zubereitet wird. Dieser feine Fisch mit weissem Fleisch wird etwas in Olivenöl gelegt, dann im Ofen mit einer reichhaltigen Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Kapern und Wein gekocht oder auch als Pastete mit Spinat, Blumenkohl, Kapern, Rosinen, harten Eiern mit pikantem Teig zubereitet.
Natürlich gibt es auf Malta das ganze Jahr Fisch und Sie werden die Möglichkeit haben, Fisch, der direkt aus der Gegend kommt, zu probieren.

Desserts:

Die meisten dieser kleinen Köstlichkeiten können Sie sowohl in einem Restaurant als auch um die Ecke in einer kleinen Patisserie geniessen.

Ein berühmtes maltesisches Dessert ist der helwa tat-Tork, eine Mischung von süssen Nüssen, die ganz oder gehackt sind und oft nach dem Abendessen mit dem Kaffee serviert werden.
Ausserdem werden Sie in fast allen maltesischen Patisserien die qaghaq tal-ghasel, kleine Honigkronen mit Melasse aus leichtem Teig, finden. Sie werden oft in kleinen Stücken serviert und schmecken ebenfalls sehr gut zum Kaffee nach dem Abendessen.
Als Dessert wird man Ihnen oft Kannoli mit Ricotta und  manchmal mit Schokostücken und kandierten Früchten bestreute knusprige frittierte Teigtaschen anbieten.

Eine Spezialität zu Ostern sind die Figolla, eine Art Kekse, die mit gehackten Mandeln gefüllt sind.

Wenn Sie etwas Schnelles wollen, dann könnten Sie Lust auf Imqaret, feine frittierte Dattelschnitten haben, die am Markt heiss serviert werden. Sie finden Sie beispielsweise im City Gate in Valletta.